Bauhaus und Amerika

Experimente in Licht und Bewegung

Münster, LWL-Museum für Kunst und Kultur

Mit der Ausstellung „Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung“ überschreitet das LWL-Museum für Kunst und Kultur Grenzen.

Bewusst richtet es den Blick auf Künstlerinnen und Künstler, die nach Schließung des Bauhauses 1933 nach Amerika emigrierten, um dort ihre Ideen und Experimente fortzuführen. Ausgehend von der Bauhausbühne als interdisziplinäres Laboratorium für Licht- und Bewegungsexperimente werden erstmals die vielfältigen Auseinandersetzungen auf diesem Feld untersucht. Von Licht- und kinetischer Kunst über den Experimentalfilm bis hin zu Tanz- und Performancekunst zeigt die epochenübergreifende Ausstellung den weitreichenden Einfluss dieser Interaktionen. Bereits in den 1950er Jahren wirkten die Ideen von Amerika auf Europa zurück und finden noch heute in der zeitgenössischen Kunst ihren Widerhall. Die Ausstellung konzentriert sich deshalb nicht nur auf Positionen des Bauhauses und seiner amerikanischen Nachfolgeinstitutionen, sondern schlägt den Bogen bis in die Gegenwart.

Leihgaben aus bedeutenden, internationalen Museen, wie dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dem Centre Pompidou in Paris, der Tate in London und vielen mehr, ermöglichen einen Einblick in das experimentelle Schaffen so unterschiedlicher Künstlerinnen und Künstler wie Josef Albers, Barbara Morgan, John Cage, Lucinda Childs, László Moholy-Nagy, Robert Rauschenberg, Oskar Schlemmer, Julian Stanczak und James Turrell sowie Marcel Dzama, Barbara Kasten und Daria Martin.

Lichträume

Ein Highlight der Ausstellung ist die Gegenüberstellung des berühmten „Licht-Raum-Modulators“ von László Moholy-Nagy in einer Nachbildung von 2006 mit der Apparatur für die „Farbenlichtspiele“ von Ludwig Hirschfeld-Mack von 1923, die seit langer Zeit wieder zusammen in Deutschland zu sehen sein werden. Das LWL-Museum für Kunst und Kultur reaktiviert diese Lichtspielapparaturen und ermöglicht damit eine einmalige Licht-Raum-Erfahrung. Die Leihgaben wurden mit großzügiger Unterstützung der Stiftung kunst³, dem Stifterkreis des Museums, und den Freunden des Museums für Kunst und Kultur e.V. ermöglicht.

Tanzperformance „MESH“

Den Auswirkungen der Bauhausbühne auf den modernen Tanz wird ebenfalls Rechnung getragen: Die deutsch-amerikanischen Choreografen Matthias Markstein und Isaac Spencer haben zusammen mit der Bühnenbildnerin Nora Maria Bräuer eine Performance erarbeitet, die im Rahmen der Ausstellung an acht Terminen im Museum aufgeführt wird.

9./10. November 2018
29./30. Dezember 2018
2./3. Februar 2019
9./10. März 2019

TanzTheaterMünster „Unknown Territories“

Das Museum kooperiert institutionsübergreifend mit dem TanzTheaterMünster. Unter der Leitung des Choreografen Hans Henning Paar entwickelt das Theater den spartenübergreifenden Abend „Unknown Territories“, der die Ideen des Bauhauses in die Gegenwart überführt und am 19. Oktober 2018 Premiere feiert. Weitere Informationen unter www.theater-muenster.com

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (deutsch oder englisch) mit Texten von Hermann Arnhold, Kristin Bartels, Torsten Blume, Ulrike Gärtner, Andreas Hapkemeyer, Julie Jones, Gail Kirkpatrick, Marijke Lukowicz, Márton Orosz, Tanja Pirsig-Marshall, Jeannette Redensek, Eline Van Dijk im Kerber Verlag, Bielefeld.

Mehr Informationen

Zielgruppe

Alle


Thema

  • Folge dem Bauhaus in die Welt!

Rahmenprogramm

Adresse

LWL-Museum für Kunst und Kultur
Domplatz 10
48143 Münster, Deutschland

Öffnungszeiten

  • Dienstag: Uhr — Uhr
  • Mittwoch: Uhr — Uhr
  • Donnerstag: Uhr — Uhr
  • Freitag: Uhr — Uhr
  • Samstag: Uhr — Uhr
  • Sonntag: Uhr — Uhr

Das Museum ist am zweiten Freitag im Monat von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

Förderformel

Die Ausstellung „Bauhaus und Amerika. Experimente in Licht und Bewegung“ ist Teil von „100 jahre bauhaus im westen“ – ein Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe. Weitere Kooperationspartner sind die Provinzial Stiftung LWL-Museum für Kunst und Kultur, die Kunststiftung NRW, die Stiftung kunst³ sowie die Freunde des Museums für Kunst und Kultur e.V.

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