Zurück zur Kalenderübersicht

Neues Sehen - Neue Sachlichkeit.

Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute.

Hagen, Osthaus Museum Hagen

Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit Dieter Blase

Wichtige Entwicklungen der Fotografie nahmen in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ihren Anfang in Westfalen-Lippe und dem Ruhrgebiet. In direkter Auseinandersetzung aber auch in Abgrenzung zum Bauhaus, das dem Medium der Fotografie einen künstlerischen Status zusprach, erweiterten Fotografen wie Albert Renger-Patzsch oder Otto Steinert das Motivspektrum und die Kompositionsschemata. Damit bereichert und ergänzt die Ausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit“, die vom LWL-Museumsamt in Kooperation mit dem Fotografen Dieter Blase konzipiert wurde, das Gesamtprojekt „100 jahre bauhaus im westen“ um einen wichtigen Aspekt: Sie zeigt, wie die Fotografie Teil der Kunst der Moderne wurde und Impulse auch aus Westfalen-Lippe erhielt. International bedeutende Fotografen, wie Albert Renger-Patzsch (Möhnesee-Wamel), Otto Steinert (Essen) oder Erich Angenendt (Dortmund) wählten Architekturen und Landschaften Westfalen-Lippes zum Thema. Diese Fotografien bewegten sich in einem modernen künstlerischen Spannungsfeld von Dokumentation und Abstraktion.

Die Ausstellung zeigt in drei Zeitabschnitten, wie sich die Fotografie in Westfalen-Lippe zu einem eigenständigen künstlerischen Medium entwickelte. Nachdem  von 1919 bis 1933 die Grundlagen der modernen Fotografie (1) in Deutschland gelegt wurden, nahmen nach dem Zweiten Weltkrieg fotokünstlerische Strömungen (2) wie die „subjektive“ Fotografie und künstlerische Einzelpositionen das avantgardistische Erbe wieder auf. Dabei bewegt sich der bildästhetische Kanon bewusst zwischen Abstraktion und sachbezogener Objektfixierung. Auch die jüngere Fotogeschichte (3) offenbart zahlreiche Berührungspunkte zur Ästhetik und Programmatik der neuen Sachlichkeit, die sich beispielsweisebei Schülern von Otto Steinert, Heinrich Riebesehl oder von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf zeigte.

Die Ausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit“ zeigt in ihrer Bildauswahl eine spezifische Wirkungsgeschichte der Fotografie als Teil der Klassischen Moderne. Sie macht deren Tradierungen für die Fotografie in Westfalen-Lippe und dem Ruhrgebiet sichtbar, indem sie die Region als einen signifikanten Inspirations- und Arbeitsort ausweist. Die Schau schließt sich mit dieser Ausrichtung an Ausstellungen wie „Das rebellische Bild“ (Dezember 2016 – Februar 2017 in Essen), „Und plötzlich diese Weite“ (Dezember 2016 – Februar 2017 in Hannover) oder „Fotografien werden Bilder“ (April – August 2017 in Frankfurt) an, die u.a. für Essen und Düsseldorf eine Entwicklung darstellten, die es auch in Westfalen-Lippe gegeben hat.


Zielgruppe

  • Erwachsene, 
  • Jugendliche, 
  • Kinder, 
  • Senioren

Thema

  • Entdecke das Bauhaus!

Adresse

Osthaus Museum Hagen
Museumsplatz 1
58095 Hagen, Deutschland

Öffnungszeiten

  • Dienstag: Uhr — Uhr
  • Mittwoch: Uhr — Uhr
  • Donnerstag: Uhr — Uhr
  • Freitag: Uhr — Uhr
  • Samstag: Uhr — Uhr
  • Sonntag: Uhr — Uhr
  • Montag: geschlossen
Zum Seitenanfang