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Wechselwirkungen

Meister und Gesellen des Bauhauses zwischen Werkstatt und Industrie

Düsseldorf, Hetjens - Deutsches Keramikmuseum

Die beiden Bauhaus-Werkstätten in Dornburg a.d. Saale haben wie kaum eine andere keramische Ausbildungsstätte des 20. Jahrhunderts auf die Keramikkunst gewirkt.

Große Namen wie Gerhard Marcks, Otto Lindig, Theodor Bogler oder Marguerite Friedlaender-Wildenhain sind mit ihnen verbunden. Ästhetisch anspruchsvolle Entwürfe, die in einer seriellen Produktion hergestellt werden konnten, sollten zum Markenzeichen der Bauhäusler werden. Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum zeigt anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums eine Sonderausstellung, die Wechselwirkungen von Meistern und Gesellen innerhalb der Werkstatt im Spannungsfeld mit der keramischen Industrie thematisiert. Der Thüringer Töpfer Max Krehan sorgte für die technische Ausbildung in der Tonaufbereitung und an der Drehscheibe. Die harte körperliche Arbeit brachte die Schüler nicht selten an ihre Grenzen. Der Bildhauer Gerhard Marcks war für die künstlerische Ausbildung zuständig und hatte bereits gute Kontakte zur Keramikindustrie, wie den Manufakturen Velten-Vordamm und Meissen, für die er bereits vor seiner Lehrtätigkeit in Weimar Entwürfe fertigte. Marcks ermutigte gezielt seine Schüler zur Zusammenarbeit mit der Industrie. Theodor Bogler arbeitete während und nach seiner Ausbildung für die Manufaktur in Velten-Vordamm, während Marguerite Friedlaender als Leiterin der Porzellanwerkstatt auf Burg Giebichenstein sehr erfolgreich für die Staatliche Porzellanmanufaktur Berlin Entwürfe fertigte. Marguerite Friedlaender entschied sich nach einem Berufsverbot und der Diffamierung durch die Nazis zur Emigration nach Holland und später in die USA.

Die Ausstellung ist Teil des Verbundprojektes "100 Jahre Bauhaus im Westen". In Düsseldorf finden sich gleich mehrere Spuren von Meistern und Schülern des Bauhauses. Neben dem großen Meister Paul Klee, der ab 1931 an der hiesigen Kunstakademie lehrte, ist auch der Bauhaus-Schüler Claus Rudolf Barthelmess zu nennen. Dieser studierte in Weimar unter Gropius, Itten, Schlemmer und Klee, bevor er nach Düsseldorf zurückkehrte. Er führte den Bauhaus-Gedanken in seiner Kunst und auch später während seiner Lehrzeit an der Kunstakademie fort.

Die Ausstellung zeigt den großen Einfluss des Bauhaus-Designs auf nachfolgende Keramiker und Manufakturen.

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Zielgruppe

Alle


Thema

  • Lebe das Bauhaus!

Adresse

Hetjens - Deutsches Keramikmuseum
Schulstr. 4
40213 Düsseldorf, Deutschland

Öffnungszeiten

  • Montag: geschlossen
  • Dienstag: Uhr — Uhr
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  • Samstag: Uhr — Uhr
  • Sonntag: Uhr — Uhr
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